Die NORMA Group betreut 10.000 Kunden in 100 Ländern als führender Anbieter von Verbindungstechnik-Lösungen an 27 Produktionsstandorten und zahlreichen Vertriebsbüros weltweit. NORMA Schellen, Steckverbinder und Fluidsysteme sind in nahezu allen namhaften Automobil- und Industrieunternehmen zu finden. Die NORMA Group ist organisch gewachsen, hat neue Märkte und Regionen erschlossen und akquiriert. Daraus ergab sich eine uneinheitliche Prozesslandschaft mit elf verschiedenen ERP-Systemen innerhalb des Konzerns. Nun führt die NORMA Group weltweit Dynamics 365 als zentrale ERP-Lösung ein. Dies erleichtert die internationale Zusammenarbeit, steigert die Effizienz, stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen und erhöht die Sicherheit der Lieferkette.
Die Herausforderung: Kostspielige Wartung und unterschiedliche ERP-Systeme erschwerten die Zusammenarbeit
Jede Branche stellt unterschiedliche Anforderungen an die NORMA Group und die Automobilindustrie, ein Bereich, in dem NORMA dominiert, hat besonders komplexe Anforderungen an die Lieferkette. So müssen beispielsweise Verschluss Schellen für Erstausrüster (OEM) je nach Segment, Region und kundeneigenen Produktionsprozessen einzeln verpackt, palettiert, etikettiert und zu bestimmten Zeiten geliefert werden. Die NORMA Group muss sich an diese strengen Vorgaben halten, um die Kundenanforderungen zu erfüllen – und kostspielige Verzögerungen zu vermeiden.
Microsoft Dynamics 365 Finance und Supply Chain Management treiben die internationale Zusammenarbeit voran, auf die sich die NORMA Group verlässt, indem sie kundenspezifische Versandanforderungen für jedes Produkt, jeden Kunden, jede Branche und jede Region automatisieren – eine unmögliche Aufgabe in einer fragmentierten ERP-Landschaft. "Durch die Erschließung neuer regionaler Märkte und die Akquisition weiterer Unternehmen ist es uns gelungen, über einen langen Zeitraum stetig zu wachsen", erklärt Thomas Reitz, Executive Vice President ICT & BPM / Group CIO bei der NORMA Group, "aber am Ende haben wir eine Reihe von ERP-Lösungen. Zuerst haben wir AX 2009 und dann AX 2012 verwendet. Und dann sind da noch die verschiedenen ERP-Altsysteme der Unternehmen, die wir übernommen haben." Diese Systeme hatten ihre Berechtigung: Sie wurden an die jeweiligen Märkte angepasst und spiegelten die spezifischen Anforderungen der Kunden wider. Aus Unternehmenssicht führte diese Spezialisierung jedoch zu einer Landschaft aus unzusammenhängenden Systemen und unterschiedlichen Graden der digitalen Transformation an den verschiedenen Standorten. Das machte auch die Wartung besonders komplex. Jedes System musste einzeln gewartet werden, was sowohl für die Standorte selbst als auch für die Zentrale der NORMA Group viel Arbeit bedeutete. Bei älteren Systemen war klar, dass die Anbieter den Support einstellen würden – und langfristig zeichneten sich noch höhere Wartungskosten und eine Überprüfung der Sicherheitsstandards ab. Der Ruf nach mehr Einheitlichkeit, um Wartung, Updates, Liefersicherheit und Cyber-Resilienz auf den gleichen internationalen Standard zu heben, wurde lauter. Dies erforderte eine Lösung, die in der Lage ist, die Komplexität des Marktes, verschiedener Branchen und Regionen mit nur wenigen Anpassungen abzubilden. Maik Schulz, Director Application Management ICT, war zuversichtlich, dass der Wechsel in die Cloud mit Dynamics 365 die Antwort auf diese Forderungen war. „Es gibt nur sehr wenige Anbieter, die all das vereinen und eine überzeugende Vision für die Zukunft haben. Für uns passte Microsoft am besten.“
Die Lösung: Dynamics 365 als einheitliche Lösung für koordinierte, globale Prozesse
Die NORMA Group hat sich einem hohen Standardisierungsgrad verschrieben und daher ein Standard-Template für den Rollout der Dynamics 365-Lösung entwickelt. Innerhalb dieses Templates werden alle spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Branchen und Regionen abgebildet und bei Bedarf angepasst. Unter anderem wurden einige spezialisierte Funktionen für den Automobilsektor hinzugefügt.
“Der nützlichste Aspekt der Hilfe, die wir vom Team von Microsoft erhalten haben, war ihre Erfahrung und ihre gezielten Fragen zu all unseren Anforderungen. So haben wir keine Zeit bei der Planung des Rollouts und der Implementierung verloren.”
Maik Schulz, Director Application Management ICT, NORMA Group
Doch zu einem globalen Wandel gehört noch mehr. Um die Gestaltung der neuen Prozesse und das notwendige Change Management in eine Hand zu nehmen, wurde das Business Process Management (BPM) Team ins Leben gerufen. "Das sind oft Einkaufs- oder Supply-Chain-Experten, die in engem Austausch mit Key-Usern stehen", sagt Schulz. "Sie stellen sicher, dass die Mitarbeiter über die neuen Prozesse informiert sind, Dynamics 365 verstehen und auf diese Weise die Änderung umsetzen." Wenn während des Rollouts Fragen auftauchen, steht auch das Microsoft Customer Success Team zur Seite – zum Beispiel, indem es schnell technische Anleitungen gibt und ungenutzte Wertpotenziale in Dynamics 365 identifiziert. Nach jedem Rollout-Sprint werden Erkenntnisse gesammelt, die auf den nächsten Sprint angewendet werden können, wodurch die Effizienz kontinuierlich gesteigert wird. "Dieser kontinuierliche Überprüfungsprozess ist eine große Hilfe für uns, da wir die Standorte schnell mit der Lösung verbinden und aus Fehlern lernen können", sagt Schulz.
Als entscheidende Erfolgsfaktoren sieht CIO Reitz die enge Zusammenarbeit mit Microsoft, die Unterstützung durch FastTrack und das BPM-Team. "Dank ihnen haben wir nun eine Lösung, die unsere internationalen ERP-Systemanforderungen optimal abbildet." Und die Vorteile sind vielfältig. Die NORMA Group verfügt nun über eine einzige ERP-Lösung, die dank regelmäßiger Updates immer auf dem neuesten Stand ist. Das entlastet die eigene IT-Abteilung drastisch. "Ein weltweites Update der gesamten Landschaft wird heute deutlich schneller aufgespielt als früher", sagt Schulz. Darüber hinaus wurden Systembrüche zwischen globalen Standorten und Prozessen beseitigt und die Rollen innerhalb des neuen Systems weltweit vereinheitlicht, was Transparenz schafft. Diese Transparenz und Einheitlichkeit erhöht die Liefertreue für die Kunden der NORMA Group deutlich.
Reitz sieht in der Standardisierung von Daten einen Treiber für den weiteren Erfolg. "Die Erkenntnisse aus Dynamics 365 können eine Grundlage für fundiertere und bessere Managemententscheidungen auf Standort-, Regions- und Unternehmensebene schaffen. Die Daten können möglicherweise auch Entwicklungsfelder aufzeigen, auf die wir mit strategischen Interventionen oder gezielten Weiterbildungen reagieren können."
Die weltweit einheitlich hohen Sicherheitsstandards der Dynamics 365-Lösung machen die NORMA Group durch regelmäßige Updates und zentrale Steuerung zudem deutlich widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe. Der Konzern hat sich ein solides Fundament geschaffen, das an jedem einzelnen NORMA-Standort umgesetzt wird – für weitere optimierte Prozesse, zukunftssichere Lieferketten und weiteres kontinuierliches Wachstum, damit die Produktionslinien in den Werken der Kunden nie stillstehen.
“Bald wird es unsere alte, fragmentierte ERP-Landschaft nicht mehr geben. Mit Dynamics 365 haben wir eine Lösung implementiert, die die Bedürfnisse aller Standorte der NORMA Group weltweit erfüllt.”
Thomas Reitz, Executive Vice President ICT & BPM / Group CIO, NORMA Group
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